Schon im Mittelalter nannte man einen Merkspruch, mit dem man sich einen schwierigen Lernstoff besser merken konnten eine "Eselsbrücke". Der Begriff kommt aus dem Lateinischen "pons asinorum" und ist auch im Französischen als "Pont aux Anes" bekannt.

Eselsbrücke

Entstanden ist dieser Begriff durch lange Erfahrungen mit Eseln, die in früheren Jahrhunderten das bevorzugte Last- und Tragetier der einfachen Leute auf dem Land waren. Esel sind extrem wasserscheu und bocken vor dem kleinsten Rinnsal. Mussten sie einen Bach überqueren, dann mußten ihre Halter ihnen zuerst eine Brücke bauen.

Was ist eine Eselsbrücke?

Den "Esel" in der Schule bringt man nur mit einem Merkspruch – eine "Eselsbrücke" – über viele Lernhürden:

  • drei-drei-drei bei Issos Keilerei – so merkt man sich die große Alexanderschlacht
  • 7-5-3 Rom kroch aus dem Ei – das Gründungsdatum von Rom
  • Iller, Lech, Isar, Inn fließen rechts zur Donau hin, Wörnitz, Altmühl, Nab und Regen fließen links dagegen
  • trenne nie "st" denn es tut ihm weh
  • wer nämlich mit "h" schreibt ist dämlich

In jeder Sprache gibt es solche Merksätze, und ihre Wirksamkeit wurde durch die Lernforschung bestätigt: Alles was wir uns durch bildhafte Assoziationen einprägen, können wir uns am leichtesten merken.

Zum Schluss noch eine Eselsbrücke, falls auch Sie sich den Unterschied zwischen konkav und konvex nicht merken können, so klappt es bestimmt:

"Ist das Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav. Hat es aber Sex, ist er bald konvex"

Quelle P.M. Ausgabe Juli 2006 Zusammenfassung Sigrid Ebert