Die Grundlage unserer Lernmedien – oder was ist ein Rahmenplan des DIHK
Februar 12th, 2012 Kommentare deaktiviert
Seit Jahren beantworte ich diese Frage: „Wie aktuell sind Ihre Lernmedien?“ Die Antwort war und ist immer dieselbe: „Aktuell nach dem zurzeit gültigen Rahmenplan des DIHK.“ Das steht auch in jeder Produktbeschreibung.
Gerade in der vergangen Woche hatte ich wieder mit dieser Frage zu tun, und das in einer Form, die mir bis dahin nicht begegnet ist. Dies nehme ich zum Anlass, mich schriftlich und grundsätzlich zu dieser Frage zu äußern und über das Internet zu verbreiten, in der Hoffnung, alle aktuellen und zukünftigen IHK-Lehrgangsteilnehmer zu erreichen – oder die meisten von ihnen.
Klar geworden ist durch diese stereotyp wiederkehrenden Fragen und das Nichtverstehen meiner Antwort, dass so gut wie kein Lehrgangsteilnehmer weiß, was ein Rahmenplan ist und wozu er dient.
Ich werde es Ihnen erklären:
Die Inhalte unserer Lernmedien – Lernkarteikarten, Hörbücher und Videocoachings – beziehen sich für jeden Lehrgang auf den für ihn zurzeit gültigen Rahmenplan des DIHK. Dieser ist bundeseinheitlich und rechtsverbindlich. Prüfungsrelevant ist das, was dort detailliert angegeben und festgeschrieben ist. Jeder Rahmenplan des DIHK ist so lange rechtsverbindlich, bis ein neuer Rahmenplan vom DIHK herausgegeben wird.
Das geschieht NICHT jedes Jahr!
Ein solcher Rahmenplan ist für viele Jahre gültig und wird erst geändert, wenn sich das Berufsbild am Markt so stark verändert hat, dass die beruflichen Anforderungen nicht mehr mit den Lehrinhalten übereinstimmen. Der Rahmenplan z.B. für den Geprüften Betriebswirt wurde 2004 – 2006 überarbeitet, den beruflichen Anforderungen angepasst und vom DIHK 2006 neu heraus gegeben.
In den Prüfungen geht es nicht um Spezialdetails in einem Fachbereich, sondern um die Entwicklung einer modernen, handlungsorientierten Qualifikation eines anspruchsvollen Profils und soll den vielfältigen Anforderungen der jeweiligen Fortbildung Rechnung tragen.
Zitat aus dem neuen Rahmenplan des DIHK 2005 “Geprüfter Industriemeister”
“Der vorliegende Rahmenplan, der … von Sachverständigen der Arbeitgeber, Gewerkschaften und der Industrie- und Handelskammern erarbeitet wurde (die Mitwirkung an den Rahmenplänen ist eine ehrenamtliche Tätigkeit! Anm. der Autorin), führt den Grundgedanken der Neuordnung (alter Rahmenplan des DIHK für den Industriemeister von 1997, Anm. der Autorin) konsequent weiter.
Er orientiert sich an der Struktur der Rechtsverordnung und teilt die dort beschriebenen Qualifikationsinhalte in ihre “Bestandteile” ein. Diesen sind Anwendungstaxonomien zugeordnet. Sie sollen verdeutlichen, in welcher Weise (d.h. in welcher Breite und Tiefe) sich der Teilnehmer diese “Bestandteile” aneignen muss, damit die angestrebte Qualifikation (Endverhalten des Industriemeisters) erreicht wird. Die Hinweise zur Vermittlung dienen einmal der Verzahnung einzelner Themenbereiche miteinander (Querverweise), zum anderen erläutern sie die zu vermittelten Inhalte.
Der Rahmenplan bildet die Grundlage für ein Curriculum und damit die Basis für die Gestaltung der Lehrgänge, die auf die Prüfung vorbereiten…” Ende des Zitats.
Was sollten Sie tun?
Wenn Sie beabsichtigen sich beruflich weiter zu qualifizieren und dazu einen IHK-Lehrgang besuchen wollen, der mit einer anerkannten IHK-Prüfung abschließt, ist es sinnvoll sich über die Lehr- und Prüfungsinhalte sowie über die Prüfungsverordnung zu Beginn der Fortbildung ein Bild zu verschaffen. Dazu dient der Rahmenplan des DIHK. Er ist kein Geheimdokument, sondern für 11 EUR für jedermann zugänglich und kann hier bequem bestellt werden:
Ich wünsche Ihnen Freude beim Lernen und viel Erfolg für Ihre IHK-Prüfung.
Sigrid Ebert Verlag für Lernmedien
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Krieg der Sterne – oder “Lieferschwierigkeiten”
Februar 6th, 2010 Kommentare deaktiviert
Der Spaßlerndenk-Verlag hat unter normalen Bedingungen vor allem mit Spaß beim Lernen und auch mit Spaß beim Arbeiten zu tun. Doch nicht immer sind alle Zeiten gleich und deshalb gibt es auch beim Spaßlerndenk-Verlag zurzeit turbulente Zeiten.
Nun sind turbulente Zeiten nicht unbedingt zwingend schlecht oder unangenehm, jedenfalls dachten wir das zu Beginn dieser besonderen Zeiten.
Es fing alles ganz harmlos an, wie so oft.
Die Lernkarteikarten sollten überarbeitet werden, da durch einen Wechsel der EDV-Dienstleister bei der Übergabe der digitalen Dateien einiges verloren ging, was wir zunächst nicht einmal bemerkten. Doch aufmerksame Kunden gaben uns diesen wichtigen Hinweis.
Also machten wir uns gleich mit den neuen EDV-Leuten an die Arbeit. Sie brachten diese Dateien zunächst in ein editierfähiges Programm. Das gelang zu aller Zufriedenheit auch recht schnell. Mit frohem Arbeitseifer gingen wir dann an die Korrekturen und konnten auch diese Arbeiten zügig beenden.
Wir lehnten uns erfreut zurück und warteten nun auf den letzten Schritt – den Transfer aus dem digitalen Schreibmodus in eine druckfähige digitale Datei!
Ja und genau hier brach dann der Krieg der Sterne aus – auf den digitalen Autobahnen! Mit großem Erstaunen mussten wir nämlich feststellen, dass sich die Programme untereinander nicht besonders mögen. Das, was der eine hat, will der andere nicht haben und umgekehrt.
Die digitalen Daten weigerten sich standhaft, schwarz auf weiß und schön gedruckt auf der Lernkarteikarte zu erscheinen. Nicht ganz, nein, kleinere Zugeständnisse machte das Druckformat schon und auch das Schreibprogramm gab einige Fragen und Antworten heraus. Nur eben nicht alle.
Beide konnten sich einfach nicht einigen zusammen zu arbeiten. Mit viel diplomatischem Geschick versuchten die EDV-Leute die beiden Streithähne zu beruhigen und durch fleißiges Programmieren beide zu einem Friedensvertrag zu bewegen. Es begann ein zähes Ringen um jede Frage, ja manchmal um ein Wort, nur weil es in einer Tabelle erscheinen sollte, und gegen Tabellen ist das Druckformat auf jeden Fall allergisch!
Dann hatte das Schreibprogramm auch noch eine hinterlistige Strategie in der Hinterhand, es schleppt eine Fülle von unnötigen Daten im Hintergrund mit, die Sie lieber PC Schreiber gar nicht zu sehen bekommen. Dieses nette Programm kenne Sie alle, doch ich möchte hier keine Namen nennen
Es ist jedenfalls sehr tückisch und zwar immer dann, wenn Sie Ihr Schriftstück nicht auf Ihrem heimischen Drucker ausdrucken wollen, sondern eine Druckerei das für Sie erledigen soll. Es verstopft das sowieso recht empfindliche Druckformat.
Nun mussten die EDV-Leute auch noch als Müllentsorger anrücken um dem Schreibprogramm diesen heiß geliebten Müll zu entreißen.
Nach hartem Kampf gelang auch das.
Sie werden jetzt sicher fragen: „Und, haben die beiden jetzt den Friedensvertrag unterschrieben?“
Ja und nein, lieber Leser, lieber Kunde, lieber Interessent!
Ja, wir haben die beiden so weit miteinander versöhnt, dass die Lernkarteikarten des ersten Lehrgangs Geprüfte/r Personalfachkaufmann/frau IHK gerade gedruckt werden und in der 6. KW in den Versand gehen.
Nein, weil sich das Druckformat nur zu einem Waffenstillstand durchringen konnte und noch schmollt. Das drückt sich in kleinen Schönheitsfehlern aus, wie etwa ein nicht eingerücktes Wort am Anfang einer Zeile, oder ein nicht gewollter Abstand zwischen Textblöcken, oder auch eine verrutschte Formel, weil sie einen Bruchstrich enthält! Das Druckformat ist nämlich kein Mathe-Fan!
Damit müssen wir zunächst mit einem weinenden Auge leben, Hauptsache die Lernkarteikarten sind gedruckt, haben den richtigen Inhalt und helfen unseren Kunden, sich erfolgreich auf ihre Prüfung vorzubereiten, und das scheitert ja zum Glück nicht an einem nicht eingerücktem Wort oder einem zu großen Abstand zwischen Textblöcken.
Doch für uns geht dieser Kampf von neuem los – mit dem Geprüften Betriebswirt/in IHK!
Aber wir haben nun eine Menge über diese beiden Kontrahenten gelernt und können gleich an den richtigen Stellen mit den Friedensbemühungen beginnen.
Wenn wir mit allen Lehrgängen bis zu diesem Punkt vorgedrungen sind, beginnen wir erneut und werden den beiden Streithähnen auch noch die letzten Zugeständnisse abringen.
Am Ende werden wir auf jeden Fall die Sieger sein und auch die kleinen Schönheitsfehler beseitigt haben.
Dann kommen wieder ruhige Zeiten, darauf freuen wir uns besonders. Und nicht nur wir, auch alle unsere sehr geduldigen Kunden, die diese turbulenten Zeiten mit uns gemeinsam durchgehalten haben.
Großen Dank für Ihre Geduld und Ihr Verständnis!
06.02.2010 Text Sigrid Ebert, Foto Andreas Fischer
