Kreativität steigern!

Oktober 21st, 2009 Kommentare deaktiviert

Der Begriff „Kreativität“ ist von dem lateinischen Wort “creatio“ = Schöpfung abgeleitet. Man versteht darunter die Fähigkeit, neue und unübliche Lösungen für bekannte oder auch neue Aufgabenstellungen zu finden.

Vorgehensweisen und Methoden sollen dabei in einer nicht vorgegebenen Weise kombiniert und abgewandelt werden. Dabei ist es durchaus erwünscht, gegen Regeln zu verstoßen oder diese einfach zu ignorieren. Das Ziel ist allerdings produktiv zu sein und neue Vorteile zu schaffen.

Also nicht aus Spaß Regeln umstoßen, schrille Ideen entwerfen oder ein Problem nur scheinbar oder mit unsinnig hohem Aufwand lösen.

Die zündende Idee

Die zündende Idee

Wenn Sie Ihre Kreativität steigern, hat das im Bereich des Lernens den großen Vorteil, dass Sie beweglicher im Geist werden. Sie lernen nicht nur stur nach bestimmten Vorgaben, sondern erkennen schneller Zusammenhänge, versuchen spielerisch, Aufgabenstellungen auf verschiedenen Wegen zu bewältigen und erhalten so in kürzerer Zeit Lösungsansätze und sogar völlig neue Lösungen.

Wenn Sie einen Geistesblitz haben, dann können Sie ziemlich sicher sein, dass Ihr Kopf oder der unbewusste Teil Ihres Geistes schon seit geraumer Zeit an dieser Idee oder Problemlösung arbeitet. Sei es, dass Ihnen endlich eine Idee kommt, wie das Thema der Projektarbeit lauten könnte, sei es, dass Ihnen die rettende Idee für ein bereits zum Scheitern verurteiltes Ausstellungsprojekt einfällt.

In all diesen Fällen war Ihnen das Problem schon länger bekannt und Ihr Geist hat im  Hintergrund unter Ausnutzung all seiner Ressourcen daran gearbeitet. So entstehen auch Ideen, die Ihnen mehr oder weniger im Schlaf kommen. Denn auch wenn Sie schlafen, schaltet Ihr Gehirn nicht völlig ab, sondern arbeitet weiter an der Zuordnung von an diesem Tag Erfahrenem und Gelerntem und an der Lösung von Aufgaben.

Das Ergebnis kann sich dann plötzlich und unerwartet mitten in einer ganz anderen Situation in Form eines Geistesblitzes äußern!

Besonders kreativ ist man übrigens kurz vor dem Einschlafen und in der Aufwachphase, weshalb ein kurzes Mittagsschläfchen oft kreativitätssteigernd ist.

Quelle „Das große Buch der Lerntechniken“ 2005 Zusammenfassung Sigrid Ebert

So fördern Sie Ihre Kreativität!

Oktober 20th, 2009 Kommentare deaktiviert

Wenn Sie über einer Aufgabe brüten und das Gefühl haben, nicht weiterzukommen, dann sollten Sie eine Pause einlegen, zum Beispiel um einen Spaziergang zu machen. Das lenkt ab und wirkt auf Ihren Geist sehr entspannend.

Sie können aber auch Kreativitätsspiele ausprobieren, denn Kreativität lässt sich gut spielerisch trainieren und es wirkt auf Ihren Geist wie Lockerungsübungen auf Muskeln und Gelenke.

Pipi Langstrumpf Zug

Puppenzug

In der folgenden Übung geht es um die freie Entfaltung Ihrer Ideen. Lassen Sie keinerlei Beschränkungen zu, alles ist erlaubt und alles ist möglich! Ihr Geist soll aus festgefahrenen Bahnen befreit werden und es sollen neue Verbindungen zwischen Ihren Synapsen im Gehirn entstehen. Es geht eben nicht um sinnvolle Antworten und Plausibilität. Schreiben Sie die Antworten auf – das verstärkt den Effekt!

Übung:


Überlegen Sie sich mindestens fünf Dinge, die passieren würden, wenn

  • a) die Meere der Welt austrockneten?

  • b) Wir statt Benzin Milch tankten?

  • c) Bäume keine Blätter hätten?

  • d) Alle Menschen barfuss gingen?

  • e) Alle Menschen dieselbe Sprache sprächen?

  • f) Männer Kinder bekämen?

  • g) Nur noch Frauen Politiker sein dürften?

  • h) Ihre Urenkel aus der Zukunft zu Besuch kämen?


Viel Spaß!

Quelle „Das große Buch der Lerntechniken“ 2005 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Hirnjogging ist gut

Oktober 19th, 2009 § 2 Kommentare

Schach, Kreuzworträtsel oder Sudoku, doch das scheinbar einfache Memory Spiel hält unser Gehirn am besten fit, denn Emotionen trainieren das Gedächtnis am besten. Gespräche und Gesellschaftsspiele sind besonders gut geeignet, um dem Vergessen vorzubeugen. Schach und Zahlenrätsel helfen weniger.

Will man sich Zahlen merken, so geht das besser, wenn man diese Zahlen mit Bildern verknüpft. Durch die Verknüpfung sind sie keine abstrakten Zeichen mehr. Sie werden vielmehr mit Bildern und Emotionen verbunden – und emotionalen Input mag das Gehirn.

Gedächtnistraining

Gedächtnistraining

Dinge, die wir mit etwas Persönlichem verbinden, speichern wir besser. „Deshalb funktioniert das biografische Gedächtnis so gut“,  sagt Professor Henning Scheich, Wissenschaftlicher Direktor des Leibniz-Instituts für Neurobiologie in Magdeburg. Eindrücke, die mit Gefühlen, Gerüchen oder anderen Emotionen kombiniert aufgenommen werden, haben eine Chance, über das Kurzzeit- sogar ins Langzeitgedächtnis gespeichert zu werden.

Sinnvollerweise funktioniert das nicht nur bei Freude und Begeisterung, sondern besonders bei Gefühlen wie Angst und Schmerz,“ sagt Henning Scheich. „Ein gebranntes Kind scheut das Feuer, heißt es ja so schön.“

Eine Hypothese dazu besagt, dass nicht an einer bestimmten Stelle beispielsweise eine Vokabel gespeichert wird, sondern immer an mehreren Stellen gleichzeitig. „Sehr basale Erfahrungen, die wir im Laufe unseres Lebens immer wieder gemacht haben, sind offenbar so umfassend gespeichert, dass sie kaum mehr zu löschen sind,“ sagt Scheich. Deshalb sei das regelmäßige Wiederholen von Lerninhalten, wenn auch lästig, doch unbedingt notwendig.

Die Umbauprozesse, die an den Synapsen der Nervenzellen ablaufen und das Langzeitgedächtnis bilden, dauern offenbar mehrere Tage. „Wiederholt man das Gelernte in dieser Zeit, kann man den Umbau intensivieren,“ sagt Scheich. „Deshalb ist Üben und Wiederholen für den Aufbau des Gedächtnisses von großer Bedeutung.

Generell gilt: Alles, was mit Emotionen verknüpft ist, wird besser gespeichert. Entsprechend bringen Trainingsprogramme, die immer gleich ablaufen, seien es Computerspiele oder Kreuzworträtsel, weniger für die Hirnfitness als ein Treffen mit Freunden oder eine Diskussionsrunde unter Kollegen. „Denn es ist wichtig, dass man nicht in standardisierte Abläufe hineingerät,“ sagt Professor Wolfgang H. Jost von der Deutschen Parkinson Gesellschaft. „Selbst bei einer Demenz können Synapsen im Gehirn gebildet werden,“ so der Neurologe.

Mit diesen Verbindungsstellen bilden die Gehirnzellen immer neue, weit verzweigte Netze. Wer sein Gehirn aber mit immer ähnlichen Aufgaben konfrontiert, baut kein weit verzweigtes Netz auf, sondern nur wenige Straßen. „Das beste Training für das Gehirn ist Kommunikation,“ sagt Jost. „Wer mit anderen Menschen viel redet, bekommt ständig eine Fülle von Eindrücken, die emotional aufgeladen sind und damit besser gespeichert werden können.“ Der Kaffeeklatsch, eine Diskussionsrunde oder auch das gute alte Memory Spiel mit Freunden sind das beste Training für das Gehirn.

Zudem sind diese emotional gelernten Inhalte leichter wieder abrufbar.

„Die Welt“ 24. November 2007 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Unterscheiden sich Gehirne?

Oktober 18th, 2009 Kommentare deaktiviert

Wie unterscheiden sich die Gehirne von „intelligenten“ und „dummen“ Menschen?

Lange Zeit vermutete man, Quantität bedeute auch Qualität – je mehr graue Zellen, desto schlauer der Mensch. Doch ausgerechnet Einsteins Gehirn war allenfalls durchschnittlich groß. Die schiere Hirnmasse ist nicht verantwortlich für den Intelligenzquotienten eines Menschen.

Wenn die Forschung auch noch am Anfang steht, so scheint es stattdessen Besonderheiten im Gehirn selbst zu geben, die Menschen überdurchschnittlich intelligent machen.

Das Wunderwerk Gehirn

Das Wunderwerk Gehirn

Eine genauere Untersuchung von Einsteins Gehirn ergab, dass manche Zonen wie der Scheitellappen bis zu 15 Prozent mehr entwickelt waren als bei anderen Menschen. Offenbar sorgt dieser Umstand für eine bessere neuronale Vernetzung. Anders ausgedrückt: Ungewöhnliche Gehirne sorgen für ungewöhnliches Denken.

Das amerikanische Institute of Mental Health veröffentlichte eine Studie über die Hirnentwicklung von Kindern. Sie besagt, dass bei intelligenten Kindern zwischen sechs und sieben Jahren die Hirnrinde dünner war als bei anderen Kindern – eine weitere Anomalie, die aus noch ungeklärten Gründen die Kleinen im Denken bevorteilt. Kinder mit Aufmerksamkeitsstörungen sind ebenfalls in der Hirnentwicklung anormal; ihr Okzipitalhirn bildet sic später aus als bei normalen Kindern. Beruhigend, dass Zappelphilippe spätestens mit 16 Jahren aufschließen.

Ein weiteres Merkmal intelligenter Menschen: Sie setzen ihre beiden Gehirnhälften besser und gleichmäßiger ein. Nicht von ungefähr sind viele große Denker auch künstlerisch begabt. Logik plus Phantasie ist die Gleichung für Intelligenz. Das Gehirn muss also nicht größer sein – es reicht, die Kapazitäten beider Hälften optimal zu nutzen.

Quelle P.M. Juli 2008 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Gedankensuche im Gehirn

Oktober 17th, 2009 Kommentare deaktiviert

Wissenschaftler müssen sich jetzt das Denken anders denken: Weniger als einen bestimmten Ort im Gehirn, von dem aus ein Gedanke wandert – und schon gleich gar nicht quer durch den Kopf – sondern als ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlicher Nervenzellen.

Bis zu 100 Milliarden Nervenzellen befinden sich im Gehirn – und jede von ihnen ist mit 10.000 anderen vernetzt. Es gibt mehr Verknüpfungsmöglichkeiten der Neuronen als es Atome im Universum gibt!

Zwischen diesen Neuronen funkt es, und zwar gewaltig: Elektronische Impulse werden weitergegeben, die „Aktionspotenziale“. Nach einer Sekunde kann eine Nervenzelle mindestens hundert davon erzeugen, manchmal sogar bis zu tausend.

Gedankenblitze im Gehirn

Gedankenblitze im Gehirn

Aber damit ist ein Gedanke noch immer nicht lokalisiert. Denn es gibt keine geistige Funktion, bei der nur ein einziges Areal im Gehirn tätig wäre. Wenn wir denken sind immer ganz verschiedene Teile des Gehirns gleichzeitig aktiv. Dies zeitgleichen Aktivitäten sind messbar und darstellbar: Es entstehen spezifische raumzeitliche Muster des Gehirns, wenn ein Gedanke entsteht, eine Erinnerung abgerufen oder ein Sinneseindruck wahrgenommen wird. Der „Geistesblitz“ ist also eher ein Gewitter im Gehirn.

Schon vor hundert Jahren hat das der Neurologe Korbinian Brodmann anschaulich beschrieben: Das Zusammenspiel der unterschiedlichen Areale des Gehirns funktioniert wie ein Kammerorchester. Denken wir zum Beispiel an einen Apfel, dann ist das eine ganze Sinfonie, deren unterschiedliche Stimmen von ganz verschiedenen Musikern gespielt werden: Farbe, Form, Geruch und Geschmack des Apfels werden aus den unterschiedlichen Gehirnarealen „zusammengedacht“.

Die Informationsverarbeitung funktioniert im Gehirn durch eine zeitliche Organisation: Es stellt gleichsam eine zeitliche Plattform, ein Gegenwartsfenster von etwa drei Sekunden, eine Drei-Sekunden-Bühne. Diese Länge ist nicht willkürlich: Solche Zeitfenster gibt es überall – ein Händedruck, ein Blick zurück, ein Schluck Wein, all das dauert ungefähr drei Sekunden.

Soll eine Information gelernt werden, wird sie am besten in solchen Drei-Sekunden-Happen verarbeitet und ins Langzeitgedächtnis aufgenommen.

Bayrischer Rundfunk Wissen/Bildung November 2005 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Wo bin ich?

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