E-bay – oder was?!

Februar 26th, 2010 Kommentare deaktiviert

Genau das ist hier die Frage. Als Verlag dachten wir uns, e-bay ist neben Buchhandlungen, Amazon und anderen eine ebenso gute Plattform um Lernmedien anzubieten und zu verkaufen.

Dachten wir!

Nach vier Jahren haben wir mal Bilanz gezogen und kommen zu einem erschreckenden Ergebnis – wir haben uns geirrt! Nun könnte man einwenden, so etwas passiert eben auch im Geschäftsleben und daraus sollte man dann einfach lernen.

Genau das haben wir getan!

Wir werden ab sofort auf e-bay keine Lernmedien mehr anbieten, mit einer Ausnahme – der Kunde findet dort nur noch zwei Hörbücher. Alles andere kann er weiterhin im Buchhandel, bei Amazon und direkt bei uns im Verlag bestellen und oder direkt kaufen.

Unsere Lernerfolge, denn wir haben auch welche im Spaßlerndenk-Verlag,  resultieren vor allem aus der unglaublichen Erfindungsgabe mancher Leute, sich die Ware zu besorgen und dann durch allerlei Winkelzüge den Kaufpreis anschließend wieder zurück zu fordern. Und das funktioniert ganz vorzüglich.

Wegelagerei im Netz

Wegelagerei im Netz

Doch damit nicht genug, es wird auch diesem Schachzug noch eins draufgesetzt. Mit wissentlich falschen Behauptungen, und als solche von uns jederzeit belegbar,  werden für uns abgegebene Bewertungen dekorativ garniert. Auch das funktioniert reibungslos. Dafür hat e-bay nach so viel schlechter Presse gesorgt.

Nachdem zunächst Käufer auf e-bay abgezockt wurden, und auch wir haben diesbezüglich als „Käufer“ Schmerzensgeld bezahlt, werden nun die Verkäufer abgezockt.

Sie könnten nun einwenden: „Ja gut, so kommt eben jeder einmal dran!“

Stimmt!

Und da wir das nun lange genug exerziert haben machen wir mit dieser Abzocke Schluss und verabschieden uns in aller Form von e-bay.

Unsere Lernmedien wird es weiterhin geben wie vorher auch, nur eben am besten über den Buchhandel. Denn dem geht es seit „e-bay, Amazon und Co“ nicht mehr so prächtig und dem Buchhandel gönnen wir mehr Umsatz.

Na ja, und bei uns direkt im Spaßlerndenk – Verlag ist auch jederzeit eine Bestellung möglich.

Das wird für viel mehr Ruhe, weniger Verwaltungsaufwand und weniger unnötige Kosten im Verlag sorgen und dem Buchhandel überdies gut tun.

Nur der moderne Raubritter hat jetzt das Nachsehen. Seine Wegelagerei muss er nun einstellen oder bei anderen sein Glück versuchen. Wir jedenfalls haben uns für eine andere Route entschieden – da sind die Wege für beide Seiten noch sicher.

Text Sigrid Ebert Spaßlerndenk – Verlag
Foto LaCarina

Herrscht der Mensch durch die Grammatik

Februar 10th, 2010 Kommentare deaktiviert

Lange galt die Grammatik der menschlichen Sprache als Inbegriff des menschlichen Herrscheranspruchs – war doch nur der Mensch in der Lage zu einem so komplexen Zusammenspiel von Wörtern, Sätzen und Bedeutung.

Doch nun haben Forscher ein weiteres Wesen entdeckt, das sich verschiedener Sprachstrukturen bedient: den Buckelwal.

Intelligente Wale

Intelligente Wale

Wale gelten schon seit längerem als besonders kluge Tiere. Nun wurde entdeckt, dass sie auch  über eine komplexe Sprache verfügen.

Während der sechsmonatigen Paarungszeit singen alle erwachsenen männlichen Buckelwale einer Population ein ganz bestimmtes Lied, um die weiblichen Artgenossen zu bezirzen. Damit sich die Damen nicht langweilen, wird der Song zudem immer wieder weiterentwickelt und variiert.

Wissenschaftler des Howard Hughes Medical Institutes (HHMI) haben diese Abfolge aus Schreien, Stöhnen und Zirpen nun mit Hilfe eines Computerprogrammes genauer untersucht – in der Hoffnung, die Strukturen des Gesanges zu entschlüsseln.

Das Computerprogramm wertete dabei aus, wie viele Informationen mit Hilfe der unterschiedlichen Geräusche übermittelt wurden und verglich dies mit der Informationsübertragung bei der menschlichen Kommunikation. Anschließend wurde untersucht, ob der Reihenfolge der Daten eine hierarchische Struktur zugrunde liegt, denn das ist ein wichtiges Element jeder Grammatik.

In den Walgesängen sind eindeutig Grundformen einer grammatischen Struktur zu finden, sie unterscheidet sich jedoch völlig von der menschlichen Sprache. Sie besteht aus verschiedenen Ebenen, die jeweils ein bestimmtes Set an Informationen weitergeben. Die kürzesten Informationseinheiten bestehen aus 6 Elementen, die längsten aus 180 bis 400.

Zum Vergleich: In der menschlichen Sprache transportiert schon ein einzelnes Wort etwa zehn unterschiedliche Informationen – so wie Einzahl oder Mehrzahl, positive oder negative Bedeutung oder etwa Zustimmung.

Diese Unterschiede, so erklärt der Studienleiter Ryuji Suzuki, seien jedoch nicht weiter verwunderlich: Schließlich sei die Unterwasserwelt von der unseren völlig verschieden. Es sei daher verständlich, dass sich in dieser anderen Umgebung, in der sich Schall viermal schneller bewegt als in Luft, auch andere Kommunikationsformen entwickelten.

P.M. Februar 2007 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Generation doof

Februar 9th, 2010 Kommentare deaktiviert

Das Buch „Generation Doof“ liefert ein Seelenbild der 20- bis 35-Jährigen und wurde von zwei Autoren aus dieser Altersklasse verfasst.

Deren Kernaussage: Eine ganze Generation scheint zu verblöden. Sie belegen das an einzelnen Themen, die die Generation Doof charakterisieren:

Bildung ist unwichtig. Man macht, was Spaß bringt, und kommt damit irgendwie durch. Allgemeinbildung hat keinen hohen Stellenwert. „Was Hänschen nicht lernt, schlägt Hans bei Wikipedia nach“.

Gleichgültige Haltung gegenüber den Anforderungen des Berufslebens. Zwei Drittel der Betriebe klagen über mangelndes schriftliches und mündliches Ausdrucksvermögen der Bewerber. Anschreiben mit „Sehr geehrter Herr und Frau Personalbüro“ sind verbreitet.

Karriere macht man auf Firmenkosten: man tut so, als ob man sehr viel zu tun hätte. Multitasking, das parallele Arbeiten an mehreren Aufgaben, wird als Tarnung des scheinbar Vielbeschäftigten benutzt. Lange Abende im Büro sehen wie anstrengende Arbeit aus, tatsächlich aber werden sie genutzt, um im Internet zu surfen und Auktionen bei Ebay zu überwachen.

Generation Doof
Generation Doof

Permanenter und langfristiger Jugendwahn, auch wenn es in Deutschland immer weniger echte Jugendliche gibt. Der Unterschied zwischen einem 25- und einem 35 – Jährigen? Keiner, außer ein paar Fältchen, aber die kann man sich wegspritzen lassen. Benehmen, Sprache, Kleidung und Umgangsformen bleiben jugendlich. Erwachsensein wird mit Feinrippunterhosen, Blasentee und langweiliger Lebenseinstellung gleichgesetzt.

Konsum ist eine Strategie, mit der man sich den Alltag angenehmer gestalten kann. Beim Einkauf wird bevorzugt EC- oder Kreditkarte eingesetzt, weil man damit mehr ausgeben kann als mit einem begrenzten Bargeldvorrat. Shopping macht glücklich!

Man ist unpolitisch. Wählen geht man nicht, weil man seine Zeit lieber mit Sinnvollerem verbringen will. „Ich kann ja doch nichts verändern“ bringt Janine, eine Bankkauffrau aus Köln, ihre und die Einstellung ihrer Generation auf den Punkt. Janine ist seit drei Jahren 29.


Generation Doof“ von Stefan Bonner und Anne Weiss ISBN 978-3-404-60596-5
„Trendletter“ 04.04.2008 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Frauen in der Computerbranche

Februar 8th, 2010 Kommentare deaktiviert

Warum arbeiten so wenige Frauen in Computerberufen? Es sind nicht nur wenige – es werden sogar immer weniger.

Der Frauenanteil in den Ausbildungsberufen der IT-Branche sank in den letzten zehn Jahren von 13,8, Prozent auf 9,1 Prozent. Die bisher größte deutsche Studie zu diesem Thema ist zu dem Ergebnis gekommen:

Frauen, die sich für technische Berufe interessieren, werden von den Beratungsstellen der Arbeitsagenturen systematisch demotiviert. Uralte Rollenverteilungen wabern dort offenbar in den Köpfen und raten Frauen mit Sätzen wie“ Das wird ganz schwierig für Sie“ und „Da kann eine Frau sich nicht durchsetzen“ von der entsprechenden Berufswahl ab.

Computerbranche als Berufswunsch

Computerbranche als Berufswunsch

Damit erhalten die Selbstzweifel vieler Frauen Nahrung. Ulrike Struwe, die Leiterin der Studie, die vom „Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit“ durchgeführt wurde:“ Frauen befürchten, technisch weniger begabt zu sein und in der direkten Konkurrenz mit Männern in diesen Berufen nicht mithalten zu können.“

In der Realität ist das aber längst widerlegt: Wenn es um praktische Computerkenntnisse und Softwarefragen geht, sind Mädchen gleichauf mit Jungen. Was ihnen allerdings fehlt, ist die Begeisterung für das Basteln  mit Hardware.

Dennoch entscheiden sich immer mehr Firmen für Frauen, wenn IT-Jobs zu besetzen sind, da Frauen für „kommunikativer und reifer“ gehalten werden. Wenn nur genügend Frauen ausgebildet würden.

P.M. 1/2008 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Hier kann ich nur raten, mit Selbstbewusstsein und Bestimmtheit in die Berufsberatung zu gehen und sich den Berufswunsch nicht ausreden zu lassen. Denn alles was „Frau“ will, kann „Frau“ auch!

„Employability“

Februar 7th, 2010 Kommentare deaktiviert

Arbeitnehmer müssen immer mehr für ihre „Employability“ tun.

Nach Ansicht von Experten werden Arbeitnehmer zukünftig deutlich mehr tun müssen, um ihre Beschäftigung langfristig zu sichern. „Employability“ heißt das neumodische Fachwort dafür, zu Deutsch: Beschäftigungsfähigkeit.

Die Beschäftigungsfähigkeit wird zunehmend Aufgabe des Einzelnen, sagt Prof. Jutte Rump von der FH Ludwigsburg auf der Bildungsmesse didacta in Köln. Zur „Employability“ zählt etwa das Investieren in Fortbildung. Diese werde in Zukunft stark an Bedeutung gewinnen. Denn Jobs in der Produktion gehen weiter verloren, übrig bleiben Arbeitsplätze, die ein hohes Wissen erfordern, und die Halbwertzeit von Wissen wird immer kürzer.

Arbeitnehmer sollten sich fragen, was ihre Stärken sind und was zu tun ist, um sie zu erhalten, etwa durch gezielte Fortbildungskurse.

Employability

Employability

Aber auch für Unternehmen wird „Employability“ wichtiger: Einerseits sind für die Zukunft massive Auswirkungen der demographischen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt zu erwarten, denn 2030 ist der größte Jahrgang der Babyboomer in Rente, die Zahl der Arbeitskräfte wird also langfristig kleiner.

Andererseits wird Wissen immer mehr zum Wettbewerbsfaktor. Ein Hochlohnland wie Deutschland hat gegen die globale Konkurrenz nur mit hoch qualifizierten Arbeitskräften eine Chance.

In wissensintensiven Dienstleistungsberufen wird das Angebot an Arbeitsplätzen spürbar zu nehmen. Denn Deutschland wird zunehmend zum postindustriellen Wirtschaftsstandort: „67 % der Arbeitsplätze sind schon heute im Dienstleistungssektor.“ Und das ist vergleichsweise noch nicht viel: „Großbritannien und USA liegen bei 80 %.“ Für niedrig Qualifizierte wird es dagegen immer weniger Arbeitsplätze geben, glaubt die Wissenschaftlerin, Prof. Jutte Rump.

Die Unternehmenskultur muss deshalb so sein, dass „Employability“ auf der Tagesordnung steht. Personalentwicklung und Förderung von Aus- und Fortbildung müssen das berücksichtigen.

Magazin web.de Mai 2007 Zusammenfassung Sigrid Ebert

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