Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmer mehr…

August 28th, 2009 Kommentare deaktiviert

- dieses Sprichwort kennt jeder – wehe dem, der in der Schule nicht fleißig lernt, denn als Erwachsener hat man keine Chance mehr, Neues zu lernen.

Zum Glück stimmt das nicht! Der Mensch hört nie auf zu lernen, nur lernt er als Erwachsener anders, als er das als Kind getan hat.

Lernen geschieht bei Kindern bis zum 6. Lebensjahr vor allem unbewusst, spielerisch, häufig durch einfache Imitation. Dabei werden Erinnerungsspuren im kindlichen Gehirn eingebrannt, die als Basis für alle späteren Lernvorgänge dienen. Neue Erfahrungen und Erkenntnisse lassen sich so verknüpfen und speichern.

Jeder kann immer alles lernen - wenn er Freude daran hat

Jeder kann immer alles lernen - wenn er Freude daran hat

Erwachsene haben einen großen Vorteil beim Lernen! Ihr Allgemeinwissen, ihre Fähigkeit logisch zu denken und Zusammenhänge zu verstehen, hat im Laufe des Lebens ständig zugenommen. Das macht es einfach, neue Informationen richtig einzuordnen und dann wirklich parat zu haben.

Das bedeutet: als Kind sammeln wir viele Einzelteile eines Puzzles, als Erwachsene sind wir in der Lage, diese Puzzles zu einem Bild zusammen zu fügen.

Hans lernt in vielen Bereichen nicht schwerer als Hänschen – er lernt einfach anders!

Also keine Angst vor dem Lernen!

PM November 2006

Der Jugendwahn hat ausgedient

August 28th, 2009 Kommentare deaktiviert

Die Metro Group, eines der größten Handelsunternehmen weltweit, setzt zunehmend auf erfahrene Mitarbeiter. Der Konzern hat Altersteilzeit und Frührente abgeschafft. „Wir können es uns nicht mehr leisten, die Menschen in diesem Alter gehen zu lassen. Wir brauchen sie für ein längeres Berufsleben, so der Personalvorstand der Metro AG, Zygmunt Mierdorf. “

Wir müssen uns umstellen. In Zeiten der staatlich subventionierten Frührente war Alter ein Diskriminierungsmerkmal. Das wird es so in Zukunft nicht mehr geben, denn alle Signale verändern sich in dieselbe Richtung. Das Durchschnittsalter der Belegschaft steigt, die Baby – Boomer altern, der jüngere Teil der Gesellschaft ist nicht mehr der dominierende.

Expertenwissen der Älteren

Expertenwissen der Älteren

Zygmunt Mierdorf: „Unternehmen tun deshalb gut daran, die Qualitäten des Alters zu erkennen. Wir kombinieren zum Beispiel das Wissen der Erfahrenen mit der Dynamik der Jungen in Teams und Projekten, es erweist sich als sehr erfolgreiche Mischung. Wir beteiligen uns auch nicht an dem Jugendwahn in der Rekrutierung. Für uns sind alle Altersgruppen interessant, ohne Ausnahme. In den letzten zwei Jahren haben wir rund 2700 Mitarbeiter im Alter über 50 eingestellt. Diese Menschen haben heute wieder eine Perspektive, nach den geltenden Bedingungen hat ein 50-Jähriger in Deutschland noch 17 Jahre Arbeitsleben vor sich.“

Die Metro investiert in die Köpfe ihrer Mitarbeiter. Weiterbildung endet dort nicht mit dem 40. Geburtstag, denn berufliche Bildung muss in Zukunft über die gesamte Karriere verteilt werden. Deshalb werden auch die erfahrenen Mitarbeiter ausdrücklich in die Weiterbildung mit einbezogen.

Die Regeln für den Aufstieg sind die gleichen wie immer – aber anders als früher darf Karriere Spaß machen. Leistungsträger lernen in Zukunft nicht mehr nur im Schulungsraum, sondern überall und jederzeit, der Computer macht’s möglich. Dabei setzt die Metro auf Angebote, die sich bei Bedarf abrufen lassen. Wie zum Beispiel die Kassiererin, die zehn Minuten keinen Kundenverkehr hat, sie kann sich eine kleine Lerneinheit abrufen und diese auf dem Bildschirm ihrer Kasse anschauen.

Auszug aus dem Interview mit Personalvorstand der Metro AG Zygmunt Mierdorf von Axel Gloger 12.Januar 2008 „Die Welt“

Sprachen lernen hält geistig fit

August 28th, 2009 Kommentare deaktiviert

Dass geistig und sozial rege Menschen im Alter mental eher fit bleiben, ist bekannt. Jetzt haben israelische Forscherinnen um Gitit Kave´ von den American Friends of Tel Aviv University dies auch für eine überaus nützliche Fähigkeit bestätigt: Wer zwei oder mehr Sprachen beherrscht, bleibt länger fit.

Dabei muss man nicht unbedingt zwei- oder dreisprachig aufgewachsen sein wie das Team im Fachmagazin „Psychology and Aging“ darlegt. Auch eine später in der Jugend oder im Erwachsenenalter gelernte Sprache wirkt gegen den geistigen Alterungsprozess.

Lernen hält geistig fit

Lernen hält geistig fit

Die Daten von mehr als 800 Senioren im Alter von 75 bis 95 Jahren hatten Kave´ und ihre Kolleginnen ausgewertet. Die Probanden waren zum einen gefragt worden, wie viele Sprachen sie sprächen, und wurden dann kognitiven Tests unterzogen. Die Forscherinnen verglichen die Ergebnisse jeweils mit der Anzahl der Sprachen, die jemand beherrschte.

Hierbei zeigte sich, dass die Senioren, die die meisten Sprachen konnten, auch die geistig aktivsten waren. „Natürlich gibt es keine Garantie dafür, dass man bei Mehrsprachigkeit vor geistigem Verfall geschützt ist,“ erläutert Gitit Kave´. „Aber eine zweite und dritte Sprache kann helfen, die guten Jahre zu verlängern.“

Die Forscherinnen überprüften auch, ob es nicht vielmehr die gute Schulbildung sei – in der ja auch Sprachen vorkommen – die für die geistige Fitness verantwortlich sei. „Wir haben festgestellt, dass Mehrsprachigkeit signifikant mit dem guten geistigen Zustand eines Menschen korreliert, auch bei Menschen, die gar keine besondere Bildung besaßen.“ Mehrsprachigkeit muss also auch nicht in der Schule entstanden sein. Viele Menschen beherrschen schon deshalb mehrere Sprachen, weil sie in einer Grenzregion leben.

Die Forscherinnen wollen jetzt der Frage nachgehen, ob der Effekt der Mehrsprachigkeit dadurch entsteht, dass man überhaupt jemals zwei oder mehr Sprachen gelernt hat, oder ob die ständige Nutzung mehrerer Sprachen das Entscheidende ist. Doch eines ist ganz sicher, so Gitit Kave: „Eine neue Sprache zu lernen kann nur gut sein.“

„Die Welt“  24. Juni 2008

Gibt es einen Zusammenhang zwischen guter Bildung und Gesundheit?

August 28th, 2009 Kommentare deaktiviert

Eine Studie der Universitäten Bern und Zürich ergab, dass Schweizer und Schweizerinnen mit einem universitären Abschluss länger leben als ihre Mitbürger mit einer weniger guten Schulbildung.

In dieser Studie zur Lebenserwartung der Schweizer Bevölkerung wurde erstmals auch untersucht, wie sich die soziale Stellung Einzelner auf ihre Sterblichkeit auswirkt.

Das ernüchternde Ergebnis: Menschen mit Universitätsabschluss leben länger, als solche mit einfacher Schulbildung. Bei den Dreißigjährigen lag die Differenz der Lebenserwartung zwischen Männern mit einfachem und mit sehr hohem Bildungsgrad bei 7,1 Jahren. Bei gleichaltrigen Frauen betrug die Differenz nur 3,6 Jahre.

Gesundheit durch mehr Wissen

Gesundheit durch mehr Wissen

Die Ursachen dieses enormen Unterschiedes sehen die Experten in den Folgen der sozialen Ungleichheit: Menschen mit höherer Bildung würden in der Gesellschaft insgesamt bevorteilt.

“Niemand lebt einfach nur deshalb länger, weil er eine bessere Bildung absolviert hat”, erklärt Matthias Egger, Direktor des ISPM Bern. “Bildung umschreibt viele Aspekte des Lebens, wie zur Verfügung stehende finanzielle Mittel, soziales und berufliches Umfeld, Wissen und Umgang mit Risiken und dem Gesundheitswesen.”

Die Studienergebnisse sollten dazu genutzt werden, die sozialen Ungerechtigkeiten in der Gesellschaft auszugleichen.

Die Wissenschaftler schlagen beispielsweise vor, dass Werktätige, die körperliche schwere Arbeiten verrichten – und in der Regel einen niedrigeren Bildungsstand haben, früher in Pension gehen dürfen als Akademiker und Akademikerinnen – und so rechnerisch gesehen auf eine ähnlich lange und gleichermaßen verdiente Rentenzeit blicken können.

P.M. Mensch September 2006

Auch Ältere haben Stärken –

August 28th, 2009 Kommentare deaktiviert

- denn die Defizit-These stimmt nicht!

Die menschliche Leistungsfähigkeit steigt im Alter, so vergrößert sich zum Beispiel der Wortschatz, das sprachliche Ausdrucksvermögen verbessert sich und das Expertenwissen wird immer umfangreicher. Auch haben Ältere einen größeren Vorrat an Lösungsmustern im Kopf, mit denen sie bekannte und neue Probleme schnell angehen können.

Eric Kandel, Medizin – Nobelpreisträger des Jahres 2000 und heute 77 Jahre alt bilanziert: Die Entscheidungsfähigkeit wird mit den Jahren besser und der Mensch lernt mit zunehmendem Alter wichtig und unwichtig besser zu trennen.

auch Ältere haben Stärken

auch Ältere haben Stärken

Tests mit Fluglotsen an der University of Illinois, durch Prof. Arthur Kramer, ergaben: Ein 60-Jähriger kommt in komplexen Situationen mit weniger Anordnungen und Entscheidungen zum Ziel, produziert also weniger Chaos als ein 30-Jähriger.

Der Dienstleister Posit Science, der sich auf Hirn-Fitness spezialisiert hat, stellt überdies in Test fest: Wenn ältere Menschen regelmäßig Trainings für ihr Hirn machen, können sie ihre Denk-Agilität auf den Stand eines zehn Jahre Jüngeren bringen.

Programme dieses Typs dürften in Zukunft in allen Unternehmen zum Standard gehören, die ihren Mitarbeitern Berufswege anbieten, die über das 65. Lebensjahr hinausgehen.

Trendletter April 2007

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