Schlechte Noten für Nachteulen

August 31st, 2009 Kommentare deaktiviert

Einfach mal die Nacht durchpauken – viele Studenten halten das vor Prüfungen für clever. Wer so die Noten zu verbessern glaubt, sollte drüber schlafen. Eine US-Studie zeigt: Nachtschichtler schneiden mäßig ab, ihnen geht bei der Prüfung oft die Konzentration flöten.

Bessere Prüfungs-Vorbereitung: Durchschlafen statt durch lernen

Wenn die Klausur oder die mündliche Prüfung unaufhaltsam näher rückt, wächst die Panik. Besonders massiv ist der Lerndruck in klassischen Paukfächern wie Jura und Medizin, in gefürchteten Teildisziplinen wie Statistik und Mathematik oder in jenen Technikfächern wie Maschinenbau oder Elektrotechnik, in denen schon vor dem Vordiplom stark gesiebt wird.

So viel Stoff, so wenig Zeit – jetzt helfen nur noch zwei, drei Nachtschichten, denken sich viele Studenten, frei nach dem Motto…

  • Schlafen kann ich noch genug, wenn ich tot bin
  • Wenn ich müde werde, lege ich mir eine Koffein-Infusion
  • Augen auf und durch

Aber bleiben die Lektionen aus dem Morgengrauen wirklich kleben? ”Heute Nacht lerne ich durch” – eine besonders schlaue Idee ist das nicht gerade. Das jedenfalls legt eine US amerikanische Studie nahe. Bessere Noten sammeln demnach Studenten, die tagsüber lernen und nachts schlafen, also den Normal-Rhythmus einhalten.

“Es ist kein riesiger Unterschied, aber es ist schon auffällig”, sagt Pamela Thacher von der psychologischen Fakultät der St. Lawrence University (New York), die für die Studie verantwortlich ist.” Ich bin vor allem Schlafforscherin und weiß: Niemand kann um 4 Uhr morgens klar denken. Wer glaubt, dass er es kann, liegt falsch“ so Thacher. Ihre Ergebnisse erscheinen in der Januar-Ausgabe der Zeitschrift “Behavioral Sleep Medicine.”

Thacher fragte 120 Studenten nach ihrem Lernverhalten. 65 sagten, sie hätten einmal oder mehrmals die ganze Nacht durchgelernt. Gebracht hat ihnen das offenbar nichts: Die 45 Leute, die sich stattdessen lieber schlafen gelegt hatten, schnitten meist besser ab.

Nachteulen haben schlechtere Noten

Nachteulen haben schlechtere Noten

Allerdings:

Die Notenskala zeigt nur einen kleinen Ausschlag zugunsten der Tagschichtler, zudem ist die Studie mit nur 120 Teilnehmern nicht sehr umfangreich. Und vor allem verrät sie nichts über den umgekehrten Zusammenhang von Studienleistungen und Lernverhalten – möglicherweise sind Leute, die zum Durchmachen vor Prüfungen neigen, ohnehin die schwächeren Studenten mit schlechtem Zeit-Management.

Dennoch glaubt Prav Chatani, Student an der St. Lawrence Uni, dass die Ergebnisse Sinn ergeben. Der Neurowissenschafts-Student hat bisher nur selten durchgemacht, ist aber schon häufig um 4 oder 5 Uhr früh aufgestanden, um sich auf eine Klausur im Fach Organische Chemie vorzubereiten. Er habe sich später an vieles nicht mehr erinnern können, das er im Morgengrauen gelesen habe.


Quelle Magazine.web.de 12/2007 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Warum spricht man von einer Eselsbrücke?

August 31st, 2009 § 2 Kommentare

Schon im Mittelalter nannten Lehrer einen Merkspruch, mit dem sich faule und störrische Schüler einen komplizierten Lernstoff besser merken konnten – eine “Eselsbrücke”.

Der Begriff war aus dem Lateinischen “pons asinorum” übersetzt und ist auch ins Französische als “Pont aux Anes” eingegangen.

Hinter diesem seltsamen Wort steckt eine lange Erfahrung mit den Grautieren, die früher das bevorzugte Last- und Tragetier der einfachen Leute waren.

Esel sind extrem wasserscheu und bocken vor dem kleinsten Wasserlauf. Sollte es also über einen Bach gehen, dann mußte sein Besitzer ihm eigens eine Brücke bauen.

Warum spricht man von einer Eselsbrücke?

Warum spricht man von einer Eselsbrücke?

Das heißt den “Esel” auf der Schulbank bringt man nur mit einem Merkspruch, einer “Eselsbrücke” über die Lernhürde:

  • drei-drei-drei bei Issos Keilerei – so merkt sich der faule Schüler die große Alexanderschlacht
  • 7-5-3 Rom kroch aus dem Ei – das Gründungsdatum von Rom
  • Iller, Lech, Isar, Inn fließen rechts zur Donau hin, Wörnitz, Altmühl, Nab und Regen fließen links dagegen
  • trenne nie “st” denn es tut ihm weh
  • wer nämlich mit “h” schreibt ist dämlich

Solche Verse gibt es in jeder Sprache, und ihre Wirksamkeit wurde durch die Lernforschung bestätigt: alles was wir uns durch bildhafte Assoziationen einprägen, können wir uns am leichtesten merken.

Zum Schluss noch eine Eselsbrücke, falls auch Sie sich den Unterschied zwischen konkav und konvex nicht merken können, so klappt es bestimmt:

“Ist das Mädchen brav, bleibt der Bauch konkav. Hat es aber Sex, ist er bald konvex”

Quelle P.M. Ausgabe Juli 2006 Zusammenfassung Sigrid Ebert

Lernen auf mehreren Kanälen – Lernkarteikarten und Hörbuch – das Lern-Set

August 30th, 2009 Kommentare deaktiviert

Es gibt vier klassische Lerntypen: den visuellen, den auditiven den haptischen und den kinästhetischen Lerntyp. Das sind jedoch die Idealtypen.

Kein Mensch lernt auf nur auf einem dieser Kanäle, sondern jeder nutzt mehrere Wahrnehmungskanäle unterschiedlich stark.

auf mehreren Kanälen lernen

auf mehreren Kanälen lernen

Aus diesem Grund gibt es unser Lernset – es ermöglicht dem Lernendem den identischen Prüfungsstoff über unterschiedliche Wahrnehmungskanäle aufzunehmen und zu festigen.

Jeder sollte sich angewöhnen, wichtige Lerninhalte regelmäßig zu wiederholen um frisch aufgebaute Strukturen im Gehirn zu verankern – das erste Mal mehrere Stunden bis einen Tag nach dem Lernen. Nach 3-5 Tagen das zweite Mal und das dritte Mal nach ein bis zwei Wochen.

Lernen mit Hörbüchern

August 30th, 2009 Kommentare deaktiviert

Das Hörbuch bietet „Lernen durch Hören“ und ist eines unter mehreren auditiven Lernmitteln. Es spricht also besonders diesen Lerntyp an.

Lernen durch hören

Lernen durch hören

Auditive Lerntypen lernen unter anderem auch durch lautes Vorlesen, möglichst mit Betonung, durch Gespräche mit anderen über den Lernstoff, oder indem sie einen Rap, einen Vers oder einen Merkspruch zum Gelernten entwickeln.

Das Hörbuch bietet Begriffe, Zahlen und Zusammenhänge in kurzen Fragen und Antworten mit wechselnder Männer- und Frauenstimme die den Vortrag lebendig und abwechslungsreich machen.

Auch das Hören des Hörbuches sollte wiederholt werden, da sich nur so komplexe Lerninhalte dauerhaft im Gehirn abspeichern lassen.

Lernen mit Lernkarteikarten

August 30th, 2009 Kommentare deaktiviert

Um Lerninhalte langfristig im Gedächtnis zu speichern, braucht unser Gehirn Wiederholungen damit Begriffe, Zahlen und Zusammenhänge sich für immer einprägen. Das Lernvermögen nimmt deutlich zu, wenn beide Gehirnhälften möglichst ausgeglichen genutzt werden. Deshalb gibt es unterschiedliche Lernmedien.

entspannt lernen

entspannt lernen

Lernkarteikarten enthalten wichtige Fachbegriffe, Formeln und Zusammenhänge in kurzen Fragen und Antworten. Ein Gedanke – eine Karte.

Die Lerngeschwindigkeit und die Lernphasen sind so individuell gestaltbar. Auch nach längeren Pausen kann an der Stelle wieder eingestiegen werden, an der der Lernprozess unterbrochen wurde.

Lernkarteikarten sind besonders für haptische und kinästhetische Lerntypen geeignet.

Wo bin ich?

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